Das ursprüngliche Haus wurde 1911 von Ernst Ohl im Stil der Bäderarchitektur Kaiser Wilhelm I. gebaut und blieb bis 1955 im Familienbesitz der Erben. Das Haus wurde entsprechend „Villa Ohl“ genannt. Somit war dieses der Namensgeber der Anhöhe, das Haus „Villa Ohl“, der "Ohlberg". Dieser ist auch heute so bekannt.
1955 erfolgte eine Eigentumsumschreibung an Paula Berndt. In diesem
Zeitraum erfolgte ein Umbau entsprechend des Bildes,
das vom Mönchguter
Museum zur Verfügung gestellt wurde. Die ehemaligen Veranden
wurden verglast. Wahrscheinlich, da es an dieser höchsten Erhebung
ganzjährig windig und eine Nutzung daher schwierig ist. Das Haus
wurde in Haus Blick zur See
umbenannt.
In den 60er Jahren entstellten verschiedene Umbauten das Gebäude
stark. Von der ursprünglichen Schönheit blieb wenig übrig.
1969 wurde das Haus als Ferienheim von der VEB Fahrzeug- und Jagdwaffenwerke Suhl (offiziell "VEB Ernst-Thälmann-Werk Suhl" bzw.
VEB Fahrzeug- und Jagdwaffenwerk „Ernst Thälmann“ oder kurz FAJAS) übernommen. Diese Werke waren für ihre Waffenproduktion über die Landesgrenze vor allem bei Jägern bekannt. Daneben auch noch mehr als "Simson Werke" für Fahrzeuge und besonders diverse Motorräder, Mopeds, Mokicks und Roller.
Ein weiterer Umbau erfolgte 1992. Das Haus
wurde als Kinderheim genutzt. Im Anbau auf der linken Seite wurde ein
Speisesaal eingerichtet, während im
Keller des Haupthauses gekocht wurde.

1994 wurde das Haus von den heutigen Besitzern in sehr
heruntergewirtschaftetem Zustand gekauft. Diese beabsichtigten, das Gebäude entsprechend der Zeichnung vollständig zu renovieren und durch
Einbau von verglasten Holzveranden wiederherzustellen. Auf Grund des
Zustandes der Bausubstanz war dieses jedoch nicht möglich. Deshalb
wurde das Haus 1996 abgerissen und 1997 in der heutigen Form als Haus „Blick zur See“ mit der schönen Sicht in das Mönchguter Land in
Anlehnung an den Bäderstil wieder errichtet.
Auf der Grundfläche des damaligen
Speisesaales wurde das Ferienhaus
erbaut. Ein Teil der ehem. Bewohner wurde für die neu geschaffenen Dauerarbeitsplätze eingestellt.
Auf Grund der exponierten Lage des Grundstücks auf einer Anhöhe
am südöstlichen Ortsrand des Ostseebades Göhren, nahe der
kleinen evangelischen Dorfkirche und mit Blick
auf die Ostsee sowie zum Greifswalder
Bodden war eine Nutzung zu Erholungszwecken am Rande des
Naturschutzgebietes (Biosphärenreservat)
immer schon gegeben.
Im Haus Blick zur See entstanden 12 Ein- bis Drei-Raum-Ferienwohnungen. Im Bereich des ehemaligen Speisesaales
(auf der linken Seite des Hauses) wurde ein zweigeschossiges
Ferienhaus mit insgesamt drei Schlafzimmern. Rückseitig, im Bereich
der ehemaligen Stallungen, wurden zunächst Dauerwohnungen erstellt.
Heute befinden sich hier 2 weitere große Ferienwohnungen mit
Terasse bzw. Balkon und Blick in die Biosphäre.
Für die Göhrener Kinder des Jahrganges 40 bis 60 war der Ohlberg ein beliebter Platz, um ihre selbstgebauten Drachen und Segelflugzeuge steigen zu lassen.
Aus fast allen Wohnungen können Sie bis Usedom sehen.
Für die nächsten Jahre ist der Bau einer Seebrücke mit Marina unterhalb des Hauses am Südstrand im Bereich des Museumschiff "Luise"
und "Haus Neptun" geplant. Hierdurch werden gleichzeitig Liegeplätze für 100 bis 300 Boote - auch als (Not-) Hafen nutzbar - eingerichtet.
Auch dieses hat historischen Hintergrund. Bereits zu Zeiten, als Rügen noch zu Schweden gehörte, war in diesem Bereich die „Schwedenbrücke“, eine Seebrücke mit über 1.000 m Länge.